Stromversorgung

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ThomasO.
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Stromversorgung

Beitrag von ThomasO. »

Hallo,
bis vor einiger Zeit hatten wir für unsere Beschallung Deckenlautsprecher (eher was für Sprache), eine entsprechende Endstufe und ein Mischpult. Die Anlage haben wir über eine (professionelle) Steckdosenleiste geschaltet, alles auf einmal. Schaltknackser waren keine aus den Lautsprechern zu hören. Wohl wegen der doch sehr geringen Leistung der Anlage.
Da ich selbst semiprofessionell im Beschallungssektor tätig bin, habe ich das so nicht gern gemacht, hab's aber hingenommen.
Weil wir nun aber eine ordentliche Beschallungsanlage in unseren Saal eingebaut haben, um auch Live-Musik gut verstärken zu können, scheidet diese simple "Ein-Knopf-Lösung" aus. Zur Zeit schalten wir die Endstufe separat ein und aus.
ich möchte aber gern wieder eine "Ein-Knopf-Lösung" haben. Normale Master/Slave-Steckdosen funktionieren zwar für's Einschalten (zuerst Mischpult, dann Endstufe), aber nicht andersherum beim Ausschalten (zuerst Endstufe, dann Mischpult).
Ich habe schon nach etwas brauchbarem diesbezüglich gesucht, aber noch nichts so richtig gefunden.
Wie habt Ihr das gelöst?
HG
Thomas
elo22
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Re: Stromversorgung

Beitrag von elo22 »

Ich als EFK würde einen Stromstossschalter nehmen. Die können 16 A schalten.

Lutz
ThomasO.
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Re: Stromversorgung

Beitrag von ThomasO. »

Sowas fällt schon allein wegen der Bauform aus (Einbaudose oder Hutschiene). Außerdem glaube ich nicht, dass sich damit mein Anwendungsfall lösen lässt.
HG
Thomas
mhedomino
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Re: Stromversorgung

Beitrag von mhedomino »

Stekerleiste könte schwirig werden. Haben letzten sowas gelöst mit einer Automatisierung welches Relys ein und ausgeschaltet hat in zeitlichen abständen. Da kann es sowas wie eine Logo steuerung oder ein Loxone.

Liebe Grüsse Matthias
felixh
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Re: Stromversorgung

Beitrag von felixh »

Ich würde bei Hutschienenmontage auf zwei Zeitrelais setzen - eines Einschaltverzögert (für die PA) und eines ausschaltverzögert (für Mischpult und Zubehör). Angesteuert über einen Kipp- oder besser Drehschalter direkt am Pult.
Wenn "dahinter" eine große Leistung angeschlossen ist, ggf. nach den Zeitrelais noch Schütze einbauen.
Die Lösung mit den Zeitrelais ist zwar nicht so vielseitig wie eine Logo/Loxone/..-Lösung, aber dafür kann die auch im Nachhinein ohne Software durch jeden Elektriker gewartet und erweitert werden.

Im Zweifelsfall kann man die Lösung auch unterputz einbauen, tiefe Dosen vorausgesetzt. Da weiß ich allerdings nicht, wie viel Strom so ein typisches Unterputz-Zeitrelais abkann.
lorch
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Re: Stromversorgung

Beitrag von lorch »

Es gibt auch fertige Geräte, die - einstellbar mit Potis oder anderweitig direkt am Gerät - eine Ein- und Ausschaltverzögerung sicherstellen. Ist bei uns im Technikschrank verbaut, als 19"-Geräte mit 1 HE mit drei Schaltzeigen (sofort, Delay 1, Delay 2), gibts aber auch ohne die Ohrwaschel zur Montage im Rack und funktioniert mit ganz normalen Steckern/Buchsen - teilweise in Kaltgerätebauform.

Letztens hab ich im Bereich "Smarthome" gesehen, dass sich die Fritz-Steckdosen auch verbrauchsbasiert schalten lassen. Evtl. es aus dieser Ecke auch ne Möglichkeit da etwas hinzubekommen: Wenn Stromkreis 1 aus dann Stromkreis 2 ebenfalls ausmachen. Bei den Fritz-Steckdosen geht aktuell meines Wissens nur das Ausschalten des Stromkreises wenn der Verbrauch unter eine einstellbare Schwelle gesunken ist (zur Vermeidung des Standby-Stromverbrauchs), aber evtl. sind da andere Smart-Home-Systeme flexibler - wäre ja eigentlich ne klassische "wenn dies dann das"-Aufgabe :-)

Vielleicht bringt Dir das weitere Hinweise?
https://www.allnet.de/de/allnet-brand/p ... utomation/

Grüße,
Christian
Andreas2004
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Re: Stromversorgung

Beitrag von Andreas2004 »

Hallo Christian (lorch),

welches Gerät (Hersteller, Modell) habt Ihr im Rack für diese Aufgabe verbaut? Wenn man diese Funktionalität mit kaufbaren Geräten ohne Installation im Schaltschrank oder anderer Bastelei hinbekommt, sicherlich ein Grund das wegen der Wartbarkeit genau so zu lösen.

Wir haben KNX im Haus und so war es kein Problem, die Anforderung mit einer Logik über verschiedene Stromkreise hinweg flexibel zu lösen. Die Logik wurde realisiert, als ein Hochtöner im Lautsprecher beim gleichzeitigen Einschalten von Mischpult und Verstärker das anfängliche Knacken nicht vertragen hat, vorher hatte ich das Problem garnicht ernst genommen. Allerdings ist die KNX-Hardwareinstallation im Schaltschrank aus Versicherungsgründen leider auch nur mit Elektriker realisierbar und damit ist die Lösung aus Kostensicht mit Nachteilen behaftet.

Mit besten Grüßen,
Andreas.
lorch
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Re: Stromversorgung

Beitrag von lorch »

Hallo Andreas,

ich bin vsl. am Freitag wieder in der Kirche, dann kann ich schauen. Das Gerät hat nur Stecker/Buchsen, ist also vom Laien - ggf. unter Verwendung von Adaptern Kaltgeräte/Schuko - einbaubar :-)
lorch
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Re: Stromversorgung

Beitrag von lorch »

Hallo,

hier die Fotos, hoffe, du kannst genug erkennen - die fotos sind doch ziemlich verwackelt, hab ich unterwegs gar nicht gleich gesehen und ich musste sie hier recht klein machen...

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lorch
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Re: Stromversorgung

Beitrag von lorch »

und hier die letzten 3 Bilder.

Das Geräte dürfte ca. 22 Jahre alt sein, da zur Renovierung die damalige Anlage inkl. Stromversorgung eingebaut wurde...
Beim letzten Blitzschlag wurde ein Delay-Stromkreis gekillt, wir brauchen mit der jetzigen Anlage aber nur 2 Verzögerungen, so dass wir das Gerät nicht ersetzt haben :-)

Grüße,
Christian[attachment=0]2021-07-02 17.59.37.jpg[/attachment][attachment=1]2021-07-02 17.59.32.jpg[/attachment][attachment=2]2021-07-02 17.58.53.jpg[/attachment]
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Andreas2004
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Re: Stromversorgung

Beitrag von Andreas2004 »

Hallo Christian,

DANKE für die Infos. Den Hersteller Furman kannte ich bisher nicht. Die haben auch aktuell noch Verteiler mit Sequenzer im Angebot und ich glaube, mit der Kombination von einigen Geräten + Fernsteuerung, da wird man für mehrere Stromkreise eine "1-Knopf"-Bedienung hinbekommen.

Wird kein Schnäppchen, aber auch für den interessierten Laien wart- und installierbar, bei Benutzung vorhandener Steckdosen. Ein Elektriker wird nicht zwingend gebraucht und die Gebäudeversicherung ist nicht gefährdet.

Werde mich damit mal bei Gelegenheit beschäftigen. Ohne Deinen Input Christian, hätte ich diesen Ansatz nicht gehabt. DANKE!

Mit besten Grüßen,
Andreas.
ThomasO.
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Re: Stromversorgung

Beitrag von ThomasO. »

Der Hinweis auf die Furman-Geräte war der für mich entscheidende.
Die Power-Conditioner dieses Herstellers waren mir bekannt, nicht aber die Power-Sequenzer.
HG
Thomas
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